Academy e.V.

 

 

 

 

 

 

Intensivkurs „Schulwechsel nach oben”

Das Bildungssystem stellt die Weichen für spätere Lebenschancen. Aufgrund der in den letzten Jahren stark erhöhten Leistungsansprüche machen sich Eltern nicht zu Unrecht große Sorgen, daß die individuelle Förderung ihrer Kinder in den Schulen nicht mehr ausreichend gewährleistet ist.


Besonders kritisch wird die Situation beim Wechsel in eine höhere Schulform. Der angestrebte Abschluß ist zumeist das Abitur. In einigen Bundesländern entscheiden die Eltern selbst, in anderen verfügen allein die Lehrer*, ob ein Schüler* das Gymnasium besuchen darf – oder nicht. Ausschlaggebend sind hier oft einzelne Klassenarbeiten oder Zehntelnoten, mit denen über Zukunfts- und Lebenschancen entschieden wird.

Die meisten Schüler und Eltern fühlen sich kompetent genug, über den angestrebten Bildungsabschluß selbst zu entscheiden. Dass ihnen dies in einigen deutschen Bundesländern nicht zugestanden wird, hat verschiedene Gründe (z. B. Kostensparen, Disziplinierungsmittel, Rangplatz in Bildungsstudien), beruht aber nicht auf der erforderlichen Ermittlung und Feststellung von individueller Begabung der betreffenden Schüler.

Die letzte Schulklasse vor dem anstehenden Wechsel (zumeist die 4. Klasse) ist für Schüler und Eltern eine große Belastung. Der Leistungsdruck nimmt zu, in der Klasse beginnt ein Kampf um gute Noten, der in einem Wettbewerb mündet, welcher allzu oft mit unfairen Mitteln ausgetragen wird. Eltern stellen sich zur Lehrer-Sprechstunde in eine lange Schlange und überschütten die Pädagogen mit Nettigkeiten, um diese gnädig zu stimmen.

Finanzstarke Eltern brauchen sich weniger Gedanken zu machen, denn sie können sich teuren Zusatzunterricht leisten oder ihren Kindern den Wechsel auf eine Privatschule ermöglichen. Das Nachsehen haben Schüler aus einkommensschwachen Familien, die auf staatliche Schulen angewiesen sind. Besonders betroffen sind jedoch die Kinder aus den sogenannten „Migrantenfamilien” mit einer anderen Muttersprache als deutsch. Berichte, dass aus dieser Bevölkerungsgruppe selbst Hochbegabte ausgemustert werden und auf der Hauptschule verbleiben müssen, sind leider keine Einzelfälle.

Der Bildungsverein Academy will sich einer solchen Verschwendung von Bildungspotential entgegenstellen. Da die geltenden Gesetze einzuhalten sind, bleibt nur die Möglichkeit der intensiven Unterstützung von benachteiligten Schülern und ihren Familien, um ein Mindestmaß an Chancengleichheit herzustellen. Hierzu dienen spezielle Förderkurse, die von den Mitgliedsvereinen angeboten und seit Jahren erfolgreich durchgeführt werden.

* (“natürlich sind stets auch „Lehrerinnen” und „Schülerinnen” gemeint)

 

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